Warum Vegetarier sein?

Flickr: sherimiya

Seit 2012 bin ich Vegetarier. In diesem Artikel will ich auf meine Beweggründe eingehen und vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken bringen.

Ich denke dass man sich bewusst sein sollte was man konsumiert und was das für Auswirkungen auf die Welt und Umwelt hat. Dann doch lieber ein Bio-Steak oder besser noch vom Landwirt von Nebenan, und ein- oder zweimal die Woche wenn überhaupt reicht auch.

 

Ressourcen Verbrauch bei Fleischproduktion

Wussten Sie dass man um ein Kilo Fleisch zu produzieren:

  • 22 Kilo Getreide
  • 20.000 Liter Wasser braucht?

In einem Kilo Rindfleisch stecken:

  • soviel Emissionen wie eine 250km lange Autofahrt
  • soviel Energie wie ein 20-tägiger Betrieb einer 100W Glühbirne
  • soviel Wasser wie der Jahresverbrauch bei täglichem Duschen

Besonders die Abholzung der Wälder für Weideflächen und die Anpflanzung der Futtermittel, belastet die Klimabilanz eines jeden Fleischessers mit jährlich etwa 1,5t CO-Äquivalenz mehr als die eines „Pflanzenfressers”.

 

Der Trend geht in Richtung Vegetarismus

Die Zahl der vegetarisch lebenden Menschen hat sich in etwa 30 Jahren weit mehr als verzehnfacht. Der Vegetarierbund Deutschland e. V. (VEBU) schätzte den Anteil an Vegetariern in Deutschland im Jahr 2010 auf acht Prozent. Das entspricht sechs Millionen Menschen, die vegetarisch leben.

 

Vegetarier leben länger

Das Deutsche Krebsforschungszentrum beobachtete in einer Langzeitstudie 21 Jahre lang das Leben von 1904 Vegetariern. Die Studienteilnehmer wurden dabei in drei Ernährungstypen unterschieden: Veganer (60 Teilnehmer), die keinerlei tierische Produkte verzehrten; Ovo-Lakto-Vegetarier (1165 Teilnehmer), die kein Fleisch, aber Milch- und Eierspeisen auf ihrem Speisezettel hatten; und schließlich „moderate“ Vegetarier, die gelegentlich Fisch oder Fleisch verzehrten. Ihre Gesundheitsdaten verglichen die Wissenschaftler mit den entsprechenden Werten der Durchschnittsbevölkerung.

Das Ergebnis dieser Studie: Die Sterbequote der Frauen war bei den Vegetarier um etwa 30, bei den Männern sogar um 50 Prozent reduziert. Diese Sterbequoten zeigten jedoch auch, dass das längere Leben nicht direkt vom Verzicht auf Fleisch verursacht wird. Das heißt, die moderaten Vegetarier schnitten ähnlich gut ab wie die strengen Veganer. Also liegt es nicht am Fleischkonsum alleine, wie lang das Leben dauert. Allen drei Gruppen war laut Studienleitern Professor Jenny Chang-Claude gemeinsam, „dass sie sich aufgrund ihres insgesamt sehr gesundheitsbewussten Lebensstils deutlich von der Allgemeinbevölkerung unterschieden“. Quelle: welt.de

 

Fleischersatz

Wussten Sie, dass sich rein pflanzliches Fake-Fleisch in Geschmack und Optik so gering von seinem tierischen „Vorbild“ unterscheidet, dass in einem Experiment der Uni-Mensa Bochum 264 von 300 Studenten das ihnen vorgesetzte Fake-Rindergulasch Gericht nicht als solches identifizieren konnten? Auch in anderen Tests fanden Verbraucher kaum einen geschmacklichen Unterschied zwischen traditionellem Fleisch und Seitan- oder Soja-Produkten – oftmals wurden die veganen Gerichte sogar als schmackhafter empfunden. Die pflanzlichen Lebensmittel werden inzwischen so hergestellt, dass in vielen Fällen nur noch Experten einen Unterschied bemerken. Quelle: alles-vegetarisch.de

 

Vegetarismus in Indien

Als ich im Jahre 2000 und 2005/2006 in Indien sein durfte, habe ich natürlich deren Gepflogenheiten kennenlernen dürfen. In Indien sind fast alle Vegetarier. Im Hinduismus ist das Brauch. In den Alten Schriften der Inder, in den Veden, steht geschrieben:

«Jene edlen Seelen, die Meditation und andere Arten von Yoga üben, die Rücksicht allen Wesen walten lassen, die alle Tiere schützen – sie sind es, die geistige Übung wirklich ernst nehmen.»
Atharva-Veda

«Fleisch kann man sich nicht verschaffen, ohne anderen Lebewesen Gewalt anzutun. Deshalb sollte man den Verzehr von Fleisch vermeiden.»
Manu-Samhita

«Du sollst deinen von Gott gegebenen Körper nicht zum Töten von Gottes Geschöpfen gebrauchen – weder Mensch noch Tier, noch irgendein anderes Wesen.»
Yajur-Veda, 12.32

Im Weltvergleich ist der Fleischkonsum in Indien denkbar gering. Laut den Zahlen der Welternährungsorganisation FAO für 2009 verbraucht ein US-Amerikaner durchschnittlich 120 Kilogramm Fleisch im Jahr (gerechnet aufs ganze Tier), ein Inder dagegen nicht mehr als 4,4 Kilo. Zum Vergleich: In Nicaragua und den Philippinen, Länder mit ähnlichem Pro-Kopf-Einkommen wie Indien, liegt der Verbrauch im Schnitt bei 25,3 beziehungsweise 33,6 Kilo Fleisch pro Kopf im Jahr; in Deutschland sind es 88 Kilo. Quelle: welt-sichten.org

 

Video „Akte Fleisch“

Wer sich ausführlich über das Thema Vegetarismus informieren will kann sich das Video Akte Fleisch auf YouTube anschauen. Das Video zeigt auch Aufnahmen von Schlachthäusern. Die Szenen sind nichts für schwache Nerven. YouTube.com

 

Doku „Gabel statt Skalpell“

Wenn wir alle wüssten, was die Wissenschaft schon lange weiß, würden wir vermutlich unseren Speiseplan sofort umstellen… Der renommierte Biochemiker Prof. Dr. T. Colin Campbell leitete in den 1970 und 1980er Jahren die sogenannte China Study, die vermutlich umfassendste Studie, in der ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und dem Auftreten von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und Rheuma beim Menschen nachgewiesen werden konnte. Beteiligt waren hierbei zwei westliche Universitäten sowie die Chinesische Akademie für Präventivmedizin. Trailer auf YouTube.

 

Zitate zum Vegetarismus

„Als Tierfreund und spiritueller Mensch bin ich der selben Meinung wie viele große Stimmen: Frieden im Inneren und im Außen werden wir erst finden, wenn wir die mit Tierproteinverzehr in Zusammenhang stehenden Grausamkeiten beenden.“
– Dr. Ruediger Dahlke

„Wären Schlachthäuser aus Glas, wäre jeder Vegetarier“
– Paul McCartney

„Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück“
– Charles Darwin

„Keiner darf die Augen schließen und das Leiden, dessen Anblick er sich erspart, als nicht geschehen ansehen. Keiner mache sich die Last seiner Verantwortung leicht. Wenn so viel Misshandlung der Natur vorkommt, wenn der Schrei der auf dem Eisenbahntransport verdurstenden Tiere ungehört verhallt, wenn in manchen Schlachthäusern noch Roheit waltet, wenn in unseren Küchen Tiere von ungeübten Händen qualvolle Tode empfangen, wenn Tiere durch unbarmherzige Menschen Unmögliches erdulden oder dem grausamen Spiele von Kindern ausgeliefert sind, tragen wir alle miteinander Schuld daran.“
– Albert Schweitzer

„Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung“
– Albert Einstein

 

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