Ethereum

Ethereum sammelt 25.000+ Bitcoins per Coinfunding ein – Kommt jetzt das Web 3.0

Ethereum. Was soll man dazu sagen? Am besten das was auf dem Bild steht:

„The only limit is your imagination“

Ethereum schickt sich an das neue Internet zu werden. Und was sich auf den ersten Blick etwas komisch anhört, findet im Netz schon jetzt riesigen Anklang.

 

Ethereum sammelt Geld ein per Coinfunding

Über Coinfunding habe ich hier einen kleinen Artikel geschrieben. Ob man skeptisch ist oder nicht spielt gar keine Rolle mehr. Ethereum ist Wirklichkeit geworden, nicht erst in 10 Jahren sondern genau heute. Die Zahlen die jetzt kommen sind wirklich erstaunlich, ich beziehe diese Zahlen vom Blogeintrag (Ether Sale: A Statistical Overview) des 8ten Augusts (seitdem haben sich die Zahlen nur geringfüg erhöht):

Laut dem Eintrag des Entwicklers und Gründers Vitalik Buterin hat Ethereum 25.000 Bitcoins eingesammelt.

Bei einem Kurs von derzeit 370€ wären das 9.250.000€.

Es wurden über 50.000.000 ETH „verkauft“. ETH bedeutet Ether und ist das Geld, bzw. die digitale Währung (vergl. Bitcoin), die herausgegeben wurde.

 

Die Idee

Jetzt muss man sich fragen was Menschen dazu bewegt in solch eine Idee Geld zu investieren. Manche nennen die Idee den Bitcoin 2.0. Aber das wäre zu kurz gegriffen. Ethereum ist nicht einfach nur eine digitale Währung. Ethereum ist eine Platform und eine Programmiersprache.

Ethereum ist eine verteilte Anwendung. Jeder Entwickler kann seine Anwendungen auf dieser Platform aufbauen und Veröffentlichen.

Auf der Ethereuem Webseite heißt es:

Ethereum can be used to codify, decentralize, secure and trade just about anything: voting, domain names, financial exchanges, crowdfunding, company governance, contracts and agreements of most kind, intellectual property, and even smart property thanks to hardware integration.

Es geht also um dezentralisieren, absichern und handeln. Wahlen, Domainnamen, Finanzgeschäfte, Crowdfunding, Firmenmanagement, Verträge und Abstimmungen.

Die eierlegende Wollmilchsau also.

Genauere Informationen findet man im White– und Yellow-Paper auf Englisch.

 

Die Zukunft

Selbst der Entwickler Vitalik Buterin hat noch nicht genau im Kopf wie alles aussehen wird in ein paar Jahren. In einem Interview hat er folgendes gesagt:

Buterin: “I honestly don’t know what’s going to happen. It’s often the case with these kinds of technologies that people posit a vast number of potential uses for them, going so far as to suggest that they will essentially take over society, and then many of the initially hyped applications fail, but some others make it through and in the long term make a big difference. Alternatively, the whole thing could flop like the Segway, or the whole thing could succeed in its entirety like the Internet. There are plenty of applications of Ethereum; some, like this Skynet-like idea of fully transparent decentralized organizations with no central point of control running the world, are certainly quite utopian, but others are much more moderate. For example, unlike Bitcoin, Ethereum supports recurring billing. That’s something that even someone without any kind of political visions whatsoever can get behind.”

Wenn also die Akzeptanz wächst und die Community hinter dem Project stetig wächst hat Ethereum wirklich das Potenzial großes zu leisten, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Banken wären überflüssig. Regierungen wären Schnee von Gestern. Die Macht des Geldes würde verpuffen. Aber ich schweife ab.

 

Zu den Risiken meint Buterin:

Buterin: “I would say with any new technology there are always risks that a bug in the system will be found and the whole thing will come crashing down for a few hours. At this point, for example, I would absolutely not recommend that any kind of life-critical equipment (eg. hospital tools, space shuttles, etc) interact with the blockchain without a strong fallback. The risks are also higher because many decentralized cryptosystems are vulnerable to economic attacks (also known as 51% attacks or takeovers), and it’s still entirely unknown just how difficult or likely such events are going to be.”

Er deutet darauf hin, dass die Software fehlerhaft wäre, also einen Bug beinhaltet, und daraufhin das System abschmiert. Und ökonomische Attacken die als 51% Attacke bekannt sind.

 

Fazit

Die „Investoren“ wenn man sie mal so nennen will haben einen unglaublichen Vertrauensbeweis dem Team von Ethereum gegenüber gebracht und zusätzlich der Community die an Ethereum arbeitet.

Jetzt sind die Programmierer gefragt um das Projekt voranzutreiben, neue Ideen und Programme zu entwickeln.

Wie schon gesagt kann man sich jetzt nur schwer vorstellen was Ethereum alles voranbringen wird und was nicht funktionieren wird, man darf aber auf jedenfall gespannt sein was sich die Community alles einfallen lässt.

 

Weiterführende Artikel:

Taylor Gerring – building the decentralized web 3.0
Vitalik Buterin – Secret Sharing and Erasure Coding: A Guide for the Aspiring Dropbox Decentralizer

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Coinfunding – Der Aktienmarkt der Zukunft

altcoins

Crowdcoining oder Coinfunding, so heißt das neue Zauberwort, welches es sein wird steht noch nicht fest, meine Lieblingsvariante ist Coinfunding.

Also Coinfunding. Unter Coinfunding versteht man das Herausgeben von Coins (engl. Münzen). Hier geht es also um Geld. Genauer gesagt um Kryptowährungen. Eine Kryptowährung ist im Prinzip digitales Geld. Der Wert der Kryptowährung hängt von dem Vertrauen ab die die Marktteilnehmer der Währung gegenüber haben. Das bekannteste Beispiel ist die erste Kryptowährung, der Bitcoin. Der Bitcoin ist seit 2009 Handelbar und steht derzeit bei einem Kurs von 370€ je Bitcoin.

Der Bitcoin Quellcode ist Open Source. Das heißt das jeder sich die Software nehmen kann und einen Klon erstellen kann. Derzeit gibt es rund 700 Kryptowährungen, sogenannte Altcoins (Alternative Coins), und man kann sich denken dass der Trend hingeht zu mehr.

Coinfunding

Crowdfunding ist ja schon bekannt. Eine Menge an Leuten (Die Crowd), kommt zusammen und gibt einer Firma Geld. Coinfunding ist quasi Equity based Crowdfunding (Arten von Crowdfunding), man erhält also (wie im Aktienmarkt) einen Anteil.

Diese Anteile kann man nun als Coins (Münzen/Geld) sehen. Der offensichtliche Vorteil an dieser Variante ist, dass man seine Anteile leicht wieder verkaufen kann, an den entsprechenden Handelsplätzen.

Fallbeispiel Coinfunding Storj.io

Storj.io ist ein Datenspeicherdienst. Im Prinzip wie Dropbox nur auf einem verteilten Cloudspeichersystem, was die Software angeblich 8-10 mal effizienter macht.

Storj.io wollte nun ein Coinfunding machen und 9800 Bitcoins einsammeln und dafür 500 Millionen StorjcoinX herausgeben. Storj hat sein Ziel verfehlt und nur 10% der gewünschten Menge an Bitcoins eingesammelt (910 Bitcoins also rund 450.000 US Dollar).

Der StorjcoinX kann nun auf Poloniex gegen Bitcoins gehandelt werden.

Fallbeispiel Ethereum

Auf der Ethereum Webseite heisst es gerade dass 55 Millionen Ether gekauft worden sind. Das kann ich jetzt nicht glauben. Natürlich schickt sich Ethereum an, das gesamte Internet zu revolutionieren, aber dann gleich soviel investiertes Kapital. Ich werde eventuell noch einen eigenen Artikel über Ethereum an sich schreiben.

Auf jedenfall hat Ethereum ein Coinfunding erfolgreich beendet, man darf gespannt sein wie es bei denen weitergeht.